Energiedienstleistung
Energiespartipps
Kostensparend Heizen
Auf die passende Raumtemperatur kommt es an
- Ein Absenken der Raumtemperatur um 1°C spart ca. 6% an Heizkosten. Beim Verlassen der Wohnung die Raumtemperatur absenken (Raumthermostat, Thermostatventile).
- Nachts genügt eine Temperatur von 16°C - 18°C. Das spart ca. 5-10% an Heizkosten.
- Rollläden, Fensterläden und Vorhänge nachts schließen. Diese Maßnahme zahlt sich besonders bei Altbauten mit älteren, isolierverglasten Fenstern aus.
Fensterlüftung
Wie lange es dauert, bis die verbrauchte Raumluft vollständig gegen frische
Außenluft ausgetauscht ist, hängt bei der Fensterlüftung sowohl
von der Art der Lüftung (Querlüftung, Stosslüftung, Kipplüftung)
als auch von den Wind- und Temperaturverhältnissen ab.
Lüftungstipps
- Hohe Feuchtemengen nach dem Duschen, beim Kochen oder Boden wischen
sollten direkt weggelüftet werden. Dabei sind die Fenster weit zu öffnen
und die Türen geschlossen zu halten.
Kann das Bad nach dem morgendlichen Duschen erst mittags gelüftet werden, verdoppelt sich die Lüftungszeit. Am Abend wird die vierfache Lüftungszeit benötigt, um die Feuchtigkeit vom morgendlichen Duschen abzuführen. - Wenn nachts in Schlafräumen die Fenster geschlossen bleiben, sollten die Räume zusätzlich zum morgendlichen Lüften mehrmals am Tag kurz stoßgelüftet werden, um die über Nacht angefallene Feuchtigkeit aus den Textilien und Möbel wegzulüften.
- Räume mit niedrigen Innentemperaturen dürfen nicht durch geöffnete Türen zu beheizten Räumen "temperiert" werden. Es gilt: Türen zu wenig beheizten Räumen sind nur bei einer Querlüftung zu öffnen und ansonsten geschlossen zu halten.
- Wäsche sollte weder in der Wohnung noch in ungeheizten Kellerräumen getrocknet werden. Sinnvoll ist eine Wäscheleine im Freien oder ein gut belüfteter Trockenboden. Bei regelmäßig großen Wäschemengen kann ein sparsamer Wäschetrockner sinnvoll sein.
- Nach der energetischen Sanierung eines Altbaus und nach dem Einbau
neuer Fenster sollten die Lüftungsgewohnheiten überprüft werden,
um Feuchteschäden zu vermeiden. Dazu kann mit einem Hygrometer die relative
Luftfeuchtigkeit kontrolliert werden.
Zur Vorbeugung von Tauwasserschäden sollte die relative Luftfeuchtigkeit in der Heizperiode zwischen 40-60% liegen. - Feuchte Keller sollten im Winter trocken gelüftet werden. Im Sommer sind Türen und Fenster zu schließen. In den Übergangszeiten können die Keller allenfalls in den kühlen Nacht- und Morgenstunden gelüftet werden.
Thermostatventile
Thermostatventile halten eine voreingestellte Raumtemperatur konstant. Dabei gleichen sie selbsttätig Temperaturschwankungen im Raum aus, die z.B. durch Sonneneinstrahlung, die Abwärme von Geräten oder durch die Bewohner entstehen.
Tipps zum richtigen Umgang mit Thermostatventilen:
- Thermostatventile müssen nicht von Hand nachgestellt werden. Sie halten die voreingestellte Temperatur auch bei extrem kalten Außentemperaturen konstant.
- Thermostatventile sollten nicht höher als die gewünschte Raumtemperatur eingestellt werden. Auch das Aufheizen eines Raumes geht bei Stufe 5 nicht schneller, da bereits bei Stufe 3 das Heizkörperventil maximal geöffnet ist.
- Sämtliche Thermostatventile eines Raumes werden auf die gleiche Temperaturstufe eingestellt. Einzelne Heizkörper niedriger einzustellen spart keine Energie, sondern führt zu einer längeren Aufheizzeit, da die übrigen Heizkörper mit erhöhter Leistung arbeiten müssen.
Heizkörper und Heizkörpernischen - Heizkörper nicht verdecken!
Damit Heizkörper die Wärme ungehindert an den Raum abgeben können,
dürfen sie nicht durch Möbel oder bodentiefe Vorhänge verdeckt
werden.
Fensterbänke und andere Überdeckungen von Heizkörpern vermindern
die Wärmeabgabe um 1 bis 5%. Gibt es darüber hinaus eine Sichtblende
vor dem Heizkörper kann das zu Leistungseinbußen von bis zu 15% führen.
Das Anbringen von Reflexionsfolien oder eine Dämmung von Heizkörpernischen in Altbauten sollte nur nach vorheriger fachlicher Beratung erfolgen, um spätere Bauschäden zu vermeiden.
Fenster abdichten!
Gerade in älteren Gebäuden geht viel Wärme über undichte
Fenster und Türen verloren. Diese unnötigen Energieverluste können
mit einfachen Maßnahmen vermieden werden.
Tipps zum Abdichten von Fenstern und Türen
- Für die nachträgliche Abdichtung im Fensterfalz bzw. Türfalz gibt es selbstklebende Dichtungsbänder aus Schaumstoff oder elastische Dichtlippenprofile aus Kunststoff, die umlaufend in den Falz geklebt oder eingefräst werden.
- Für undichte Türschwellen können bewegliche Dichtprofile oder Bürstendichtungen unten an das Türblatt geklebt oder in eine gefräste Nut eingesetzt werden.
- Nach einer Abdichtung der Fugen sollte bewusster gelüftet werden, um die feuchte, warme Raumluft gezielt gegen frische Außenluft auszutauschen. Zur Kontrolle kann die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer zwischen 40% - 60% gehalten werden.
(Quelle: EnergieAgentur.NRW)


















