Wasser-Brief 3/2001
Biblisches Wasser
Wer die Bibel aufmerksam liest, dem wird klar, dass sie auch ein großartiges Buch mit Geschichten ist. Mehr noch, sie ist darüber hinaus ein Geschichtsbuch mit vielen aufschlussreichen Erkenntnissen, zum Beispiel über das Wasser. Oft wird dort von ständig wiederkehrenden Trockenjahren und damit verbundenen Wassernöten erzählt. So verließen die Erzväter die Wüstengebiete Israels und wanderten nach Ägypten, um Weideland für ihre Herden zu suchen und ihren Sippen das Überleben zu ermöglichen. Denn wo kein Wasser - ist auch kein Leben!
Bereits vor über 2000 Jahren war Abraham und seiner Sippe die Kunst des Brunnengrabens bekannt. Die Brunnen, meistens die einzige sichere Wasserversorgung, boten häufig Anlass zu Streit, manchmal sogar zu Stammeskriegen. Brunnen anzulegen war mühsam und schwierig. Die Wasserstellen lagen meist außerhalb der Wohnsiedlungen. Wegen der langen Wege wurde das herbeigeschaffte Wasser sorgsam gehütet und aufbewahrt. Damals empfanden die Menschen das Wasser als etwas sehr Kostbares, sie erfuhren seinen Wert täglich und bekamen eine persönliche Beziehung dazu.
Vergleichen Sie doch einmal, wie es uns heute ergeht, wenn wir Wasser gebrauchen. Wir haben jederzeit Zugang zu diesem kostbaren Gut. Wir schätzen es vielleicht hin und wieder, aber unsere Beziehung ist sicherlich eher unpersönlich und oftmals leider auch sorglos.
Da die vorhandenen Quellen meistens nicht ausreichten, alle Menschen mit dem notwendigen Wasser zu versorgen, wurden zusätzlich Brunnen in der Nähe der Ansiedlungen gegraben, die nur den Einheimischen bekannt oder sogar in Familienbesitz waren. Man verschloss sie mit Steinplatten, tarnte und bewachte sie. Nicht wenige galten als heilig.
Für die rituellen Waschungen benutzten die Juden eine extrem geringe Menge des kostbaren Gutes, sie waren als symbolische Handlung zu verstehen. Denn wer sich Gott näherte, also in den Tempel ging, musste sich vorher waschen.
Schon damals kannten die Bewohner Israels den Unterschied zwischen Quellwasser, also Grundwasser, das sie "lebendiges Wasser" nannten und Wasser, das sich nach Regenfällen in Löchern und Zisternen ansammelte. Auch über den Kreislauf des Wassers wussten sie Bescheid, denn in der Bibel steht: "Alle Flüsse fließen ins Meer, das Wasser wird nicht voll. Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, kehren sie zurück, um wieder zu entspringen." (Pred. 1,7)
Die Bibel erzählt aber nicht nur von Wassermangel. So berichtet das Alte Testament über die Sintflut, die große, alles vernichtende Überschwemmung, mit der Gott die sündigen Menschen bestrafte. Wir kennen sie alle, diese Geschichte - und dies scheint nicht nur eine Geschichte zu sein, wie Wissenschaftler heute meinen.
Der Wasser-Rat
Zeit der Gummistiefel und Regenschirme
Herbst und Winter bringen in unseren Regionen das kostbare Nass oft im Übermaß. Dunkle Wolkenfetzen fegen über den Himmel, der Regen klatscht gegen die Scheiben oder prasselt zum wiederholten Mal voll auf uns nieder. Unsere Laune ist dann nicht die beste und schon kratzt es im Hals... Nicht verzagen, nicht schimpfen, denn der Regen versorgt uns Menschen, Tiere und Pflanzen mit dem lebensnotwendigen Element, ohne das kein Leben möglich wäre. Wenn die Nase tropft und die erste Erkältung sich ansagt, nutzen Sie doch die wunderbare Kraft des Wassers zur Pflege und Heilung.
So kann ein warmes Bad beizeiten Ihre Gesundheit stabilisieren. Genießen Sie es abends 36 bis 38 Grad warm und mit gesundheitsfördernden Zusätzen angereichert. Das Angebot an Kräuterölen ist riesig, Sie finden bestimmt Ihre Lieblingsmischung. Nach 15 Minuten ab in die Federn. Am besten noch einen heißen Kräutertee schlürfen, einen Schal um den Hals und dann sich bis zum Morgen gesund schlafen. Es funktioniert!
Wenn Sie inhalieren - und hier ist immer noch die Schüssel mit kochendem Wasser, einem entsprechenden Zusatz und dem Badetuch über dem Kopfdas Beste - tun Sie außerdem noch etwas für die Schönheit. Die Gesichtshaut dankt es Ihnen.
Sollten Sie bereits erhöhte Temperatur oder gar Fieber haben, können Wickel um Waden, Schenkel und Bauch wahre Wunder wirken. Nun trinken Sie am besten eine doppelte Portion Kräutertee und hüten Sie das Bett. Die Heilkraft des Wassers richtig und rechtzeitig eingesetzt, erspart so manchen Griff zur Medizin.
Kommen Sie gut durch den Winter und seien Sie auch mal dankbar für all das Gute von oben!


















